Donnerstag, 27. August 2009

Abenstunde, stille Stunde

Das waren Zeiten, als noch Poeten die Worte zu Rockmusik verfassten. Der Song aus dem Jahr 1977 der Gruppe Lift kam mir sofort in den Sinn, als ich am vergangenen Sonntag auf der Albertbrücke stand und fotografiert habe.

abendstunde stille stunde
dieser tag ist ausgebrannt
hinterm wald verschwand die sonne
rote glut blieb auf dem land
und der rest der roten asche
blüht noch fort in unserm blut
nach den kalten nächten schlägt ein
neues feuer aus der glut

abendstunde stille stunde
müde sind wir vor der nacht
haben was wir geben konnten
lange schon dem tag vermacht
und es wächst die goldne ernte
wächst heran auf diesem land
und das gold das gold der felder
wird schon bald zu brot gebrannt

Die Musik und die Texte deutscher Rockmusiker haben sich vielleicht gewandelt, was sich aber nicht ändern wird ist die Schönheit der Sonnenuntergänge am Ufer der Elbe.

Kommentare:

Seifentraum und Badeschaum hat gesagt…

Ein schönes Bild von einem schön gefärbten Himmel.

Da kann man in Träumen versinken.

Liebe Grüße
Brigitte

macsoapy hat gesagt…

Hallo Brigitte, vielen Dank.

Frau Sauber hat gesagt…

Ja, ein wunderschönes Foto. Aber auch ein wunderbarer Text.

macsoapy hat gesagt…

Kennst das Lied noch, Barbara? ich habe heute früh erst mal wieder 'ne Runde geheult, so sentimental hat mich das gemacht. Text ist von Kurt Demmler.

Miss Blümchen hat gesagt…

Wunderschönes Foto, wunderschöner Text zu wunderschöner Musik.

Poeten unter Rockmusikern gibts aber heute immer noch. Wenn ich da z.B. an Dirk Michaelis "Als ich fortging","Fischlein unterm Eis" denke... Er macht auch tolle neue Sachen...Manche Texte von ihm schreibt glaub ich immer noch Gisela Steineckert, manche er selbst...Gibt aber noch ne Reihe anderer, auch junger Rockpoeten.